
Babybrei-Rezepte – gesunde Babynahrung einfach selbst machen
Die erste feste Mahlzeit ist ein besonderer Moment im Leben eines Babys – und für Eltern oft mit vielen Fragen verbunden. Selbst gemachter Babybrei ist dabei die beste Wahl: Er ist frisch, frei von Zusatzstoffen und lässt sich perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes abstimmen.
Ob klassischer Karottenbrei, Apfel-Getreidebrei oder bunte Gemüse-Kombinationen – Babybrei kann ganz einfach selbst hergestellt werden. Mit ein paar Grundzutaten und etwas Vorbereitung entsteht daraus gesunde Babynahrung, die schmeckt, nährt und das Entdecken neuer Geschmäcker fördert.
Babybrei selbst machen – die beste Wahl
Selbst zubereiteter Babybrei bietet volle Kontrolle über Zutaten, Qualität und Geschmack – Eltern wissen genau, was im Löffel landet. So lassen sich unnötige Zusatzstoffe, Salz, Zucker oder Konservierungsmittel vermeiden, die in vielen Fertigprodukten enthalten sind. Der Brei bleibt mild, natürlich und gut verträglich.
Außerdem ist selbst gekochter Brei oft günstiger als Fertiggläschen und kann in größeren Mengen vorbereitet und portionsweise eingefroren werden. Die Zusammensetzung lässt sich an Verträglichkeiten und Vorlieben des Babys anpassen. So lernt das Kind von Anfang an den echten Geschmack von Obst, Gemüse und Getreide kennen – eine gute Basis für gesundes Essverhalten.

Wann darf mit Beikost begonnen werden?
Die meisten Babys sind zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat bereit für den ersten Brei. Ein gutes Zeichen: Das Baby kann aufrecht sitzen, interessiert sich für Essen und zeigt Kaubewegungen. Gestartet wird meist mit mildem Gemüsebrei – etwa Karotte, Pastinake oder Kürbis.
Diese Zutaten eignen sich für Babybrei:
Kategorie | Geeignete Lebensmittel | Warum gut fürs Baby? | Hinweis zur Zubereitung | Geeignet ab |
|---|---|---|---|---|
Gemüse (Start) | Karotten, Kürbis, Pastinaken, Zucchini | Mild im Geschmack, gut verdaulich, reich an Vitaminen und Ballaststoffen | Weich dünsten/kochen und sehr fein pürieren | ca. 5.–6. Monat |
Gemüse (nährstoffreicher) | Kartoffeln, Erbsen, Spinat, Brokkoli | Mehr Vielfalt, zusätzliche Nährstoffe (z. B. Eisen aus Spinat, Stärke aus Kartoffeln) | Immer gut garen und gründlich pürieren | ca. 7. Monat |
Obst | Apfel, Birne, Banane, Pfirsich | Liefert natürliche Süße, Vitamine und Energie | Gedünstet oder (je nach Sorte) roh sehr fein pürieren | ca. 5.–6. Monat |
Getreide | Hirse, Hafer, Dinkel (fein gemahlen) | Sättigende Kohlenhydrate, Eisen, B-Vitamine | Gut kochen oder einweichen, bis es weich ist | ca. 6. Monat |
Eiweißquellen | Mageres Fleisch, Fisch, Linsen, Kichererbsen | Liefert Eiweiß, Eisen und Zink – wichtig für Wachstum und Entwicklung | Immer vollständig durchgaren und sehr fein pürieren | ca. 7. Monat |
Fettzugabe | Rapsöl, Leinöl, etwas Butter | Liefert ungesättigte Fettsäuren, unterstützt Gehirnentwicklung und Vitaminaufnahme | Pro Portion ca. 1 TL Öl oder etwas Butter untermischen | ab Beikoststart (ca. 5.–6. Monat) |
Flüssigkeit | Trinkwasser (weich), abgekochtes Wasser | Sorgt für die richtige Konsistenz und gute Verträglichkeit | Kein Salz zufügen, Wasser hygienisch verwenden | ab Beikoststart (ca. 5.–6. Monat) |

Zubereitungstipps für Babybrei
Bei der Zubereitung von Babybrei gilt: Einfach, frisch und hygienisch – so bleibt der Brei nahrhaft, gut verträglich und sicher für dein Baby. Schon mit wenigen Grundregeln gelingt jedes Rezept.
- Frische Zutaten verwenden: Am besten eignen sich regionale, saisonale Produkte – sie sind aromatisch und frei von unnötigen Zusätzen. Obst und Gemüse immer gründlich waschen, schälen und gegebenenfalls entkernen.
- Schonend garen: Gemüse und Obst sollten gedünstet oder sanft gekocht werden, damit Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleiben. Ideal ist ein Dampfgarer oder wenig Wasser im Topf – die Garflüssigkeit kann später zum Verdünnen des Breis verwendet werden.
- Richtige Konsistenz wählen: Zu Beginn sollte der Brei sehr fein und glatt püriert sein. Mit der Zeit dürfen kleine Stückchen dazukommen, um das Kauen zu fördern. Ein Stabmixer oder Standmixer sorgt für die passende Textur.
- Kein Salz, Zucker oder Gewürze: Der Geschmackssinn von Babys ist empfindlich – sie brauchen keine zusätzlichen Aromen. Der natürliche Geschmack von Obst, Gemüse und Getreide reicht völlig aus.
- Fett nicht vergessen: Ein Teelöffel Rapsöl, Leinöl oder Butter pro Portion verbessert nicht nur die Cremigkeit, sondern hilft auch bei der Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E und K).
- Hygiene beachten: Hände, Utensilien und Arbeitsflächen sollten sauber sein. Gekochten Brei sofort abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern oder einfrieren – nicht länger als 1–2 Tage aufbewahren.
- Temperatur prüfen: Vor dem Füttern den Brei stets umrühren und auf Essenswärme (ca. 37 °C) prüfen – am besten mit einem Tropfen auf dem Handgelenk.

Selbst essen lernen – Baby-led Weaning
Baby-led Weaning (BLW) ist ein Ansatz, bei dem das Baby statt Brei weiche Lebensmittelstücke bekommt und selbst isst. Das Kind bestimmt Tempo und Menge, lernt verschiedene Konsistenzen kennen und übt Koordination.
Geeignet sind sehr weich gegarte, gut greifbare Stücke wie Kartoffel, Brokkoli, Birne oder Banane. Wichtig: Das Baby soll aufrecht sitzen, immer beaufsichtigt werden und niemals im Liegen essen. Lebensmittel mit Erstickungsgefahr (z. B. ganze Nüsse, rohe Karotten, ganze Trauben) sind zu vermeiden.
Viele Eltern kombinieren Brei und BLW – mal füttern sie mit dem Löffel, mal darf das Baby selbst probieren. So entsteht ein entspannter Übergang zur Familienkost ohne Druck.
Im Kühlschrank 1–2 Tage, tiefgekühlt bis zu 2 Monate. Brei immer frisch erhitzen und Reste verwerfen.
Ja, das ist unbedenklich – aber nur einmal. Brei portionsweise einfrieren und vor dem Füttern schonend im Wasserbad oder Kühlschrank auftauen.
Rapsöl, Leinöl oder mildes Olivenöl liefern wichtige Omega-3-Fettsäuren.
Typische Anzeichen sind, dass das Baby aufrecht sitzen kann, den Kopf sicher hält und Interesse an Lebensmitteln zeigt – etwa, indem es den Mund öffnet, wenn andere essen. Außerdem sollte der Zungenstoßreflex weitgehend verschwunden sein, damit der Brei nicht automatisch wieder herausgeschoben wird. Die meisten Babys zeigen diese Reifezeichen zwischen dem 5. und 7. Monat.








