
Kaffee kochen: Welche Methode passt zu dir?
Einfach mit dem Kaffeevollautomat oder präzise mit dem Handfilter? Kaffee lässt sich auf viele Arten zubereiten. Welche Methode passt zu welchem Lifestyle und worauf kommt es jeweils an? Hier kommt dein schneller Überblick.
Kaffee aus der Maschine
Kaffee aus der Maschine geht schnell, bietet viel Geschmack und je nach Maschinentyp eine Menge Abwechslung. Der Kaffeevollautomat ist besonders beliebt, aber auch die gute alte Filterkaffeemaschine findet wieder mehr Fans. Für Puristen und Tassen-Tüftler geht nichts über die Siebträgermaschine. Oder soll es doch ein Gerät für Kaffeekapseln oder -Pads sein?

Kaffeevollautomat
+ viele Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck
+ immer mit frischen Bohnen zubereitet
+ Anpassungsmöglichkeiten für den Geschmack
– braucht gute Reinigung & Pflege
KIFilterkaffeemaschine
+ viel Kaffee auf einmal ohne Aufwand
+ einfache Bedienung
+ günstig in Anschaffung und Unterhalt
– kann ausschließlich Filterkaffee

Siebträgermaschine
+ echter Espresso und individueller Milchschaum
+ volle Kontrolle über alle Aspekte der Kaffeezubereitung
+ viele Möglichkeiten für Experimente und Lerneffekte
– braucht Wissen, Einsatz und Zubehör (Kaffeemühle)
KIKapsel- oder Padmaschine
+ klein, kompakt und komfortabel
+ kein Aufwand bei Portionierung und Co.
+ leichte Wartung und Pflege
– braucht spezielles Zubehör
Kaffee ohne Maschine
Für die perfekte Tasse Kaffee brauchst du nicht unbedingt eine Maschine. Manuelle Methoden sind bei Koffeinfans und Baristas sehr beliebt, denn sie bringen oft Aromen in die Tasse, die Maschinen übersehen. Großer Pluspunkt: Günstiger kannst du Kaffee kaum zubereiten! Die drei beliebtesten Methoden sind:

Die French Press bereitet kräftigen Kaffee mit starken Aromen zu und lässt sich mühelos verwenden. Sie „verzeiht“ auch eine falsche Dosierung oder eine falsche Wassertemperatur. Nur bei Kaffeekrümeln in der Tasse musst du etwas aufpassen.

Der Handfilter ist das Lieblingstool aller Baristas, da er sich perfekt für feinste Röstungen eignet. Du hast jeden Aspekt der Zubereitung selbst in der Hand. Auch ohne Barista-Ambitionen ist er eine tolle Alternative für eine Einzelportion.

Kaffee aus der Moka ist Italien-Feeling pur. Der Kaffee ist stark, kompakt und sehr nah am Espresso. Die Zubereitung geht schnell. Achte darauf, dass die Kanne für deinen Herd geeignet ist. Der Klassiker aus Aluminium funktioniert nicht auf Induktion.
Bohnen, Wasser, Temperatur: Die wichtigsten Details für guten Kaffee

Guter Kaffee beginnt mit guten Bohnen, die du am besten frisch mahlst. Davon profitierst du bei jeder Methode.
Kalkhaltiges Wasser macht Kaffee sauer und schadet der Maschine – ein Tischwasserfilter schafft Abhilfe.
Kochst du Kaffee per Hand, lass das Wasser kurz abkühlen. Es sollte nicht über 96 °C heiß sein beim Brühen.
Kaffee richtig lagern
Solange deine Kaffeebohnen oder das Kaffeepulver nicht nass werden und schimmeln, sind sie theoretisch ewig haltbar. Allerdings besteht Kaffee vor allem aus flüchtigen Aromastoffen, die insbesondere aus Kaffeepulver schnell verfliegen. Um das zu bremsen, musst du Kaffee richtig lagern:
- Bewahre Kaffee gut verschlossen in seinem eigenen Sackerl auf. Benutze eine Kaffeesackerl-Klammer oder geben Sie den Kaffee samt Sackerl in eine Kaffeedose. Schütte ihn nicht um. Die Sauerstoffzufuhr beschleunigt den Aromen-Abbau.
- Bewahre Kaffee nicht im Kühlschrank auf. Er zieht Feuchtigkeit und Gerüche anderer Lebensmittel an. Andersherum gilt: Der Kühlschrank riecht unangenehm? Stelle eine Schüssel mit Kaffeepulver offen hinein!
- Kaffee einfrieren? Bringt nichts. Eingefrorener Kaffee hält nicht länger als ungefrorener Kaffee. Beim Auftauen verflüchtigen sich die Aromen besonders schnell, da sie in Tauwasser gelöst werden.

Tee kochen: lose Blätter oder Teebeutel?
Zum Teekochen benötigst du kaum Equipment, nur guten Tee und etwas Wissen rund um Ziehzeiten und Wassertemperaturen. Grundsätzlich kannst du Tee auf zwei Arten zubereiten:
- Loser Tee bietet viel Aroma und lässt sich individuell dosieren. Um sich zu entfalten, benötigt er Platz in einem Teesieb oder einer Kanne. Du kannst die Blätter mehrfach aufgießen, jeder Aufguss zeigt etwas andere Nuancen. Etwa grüner Tee verliert beim zweiten Aufguss seine Bitterstoffe und schmeckt für viele wesentlich runder.
- Teebeutel sind auf den schnellen, einfachen Genuss ausgelegt und lassen sich perfekt portionieren. Zudem kannst du sie zweckentfremden – zum Beispiel hilft ein kalter Teebeutel mit Grüntee gegen geschwollene Augen. Sie geben allerdings schon beim ersten Aufguss fast ihren gesamten Geschmack ab.
Schon gewusst? Grüner, schwarzer und weißer Tee stammen von derselben Pflanze. Sie stellen nur unterschiedliche Fermentationsstufen dar.

Während du es bei Früchte- oder Kräutertees mit der Temperatur genau, aber der Ziehzeit nicht so genau nehmen musst, kommt es bei Grün- und Schwarztees auf jedes Grad und jede Sekunde an. Als Faustregel gilt:
- Schwarzer Tee: Je nach Sorte bis 100 °C, maximal 5 Minuten
- Grüner Tee: Je nach Sorte höchstens 80 °C, maximal 4 Minuten










