Nüsse mahlen oder hacken: So kriegst du alle(s) klein
Ganz schön harte Nuss, so eine Nuss! Wenn du beim Backen, Kochen oder Jausnen auf die kleinen Powerpakete setzen willst, gibt es viele Methoden, um an den knackigen Kern zu kommen. Wir zeigen dir, wie du Nüsse am besten mahlen oder hacken kannst.

Nüsse zerkleinern mit und ohne Strom – so geht‘s
Ob als Crunch im Kuchen, als Alternative zu Mehl, für selbstgemachtes Pesto oder viele Küchenideen: Nüsse passen einfach zu vielem. Am besten schmecken sie, wenn du sie als ganze Nuss oder als Kern kaufst und selbst zerkleinerst. Das ist zwar etwas aufwendiger, spart aber eine Menge Geld, beugt Lebensmittelverschwendung vor und bietet dir reichlich Abwechslung.
Nüsse vorbereiten
Willst du Nüsse mahlen oder hacken, benötigst du keine aufwendigen Spezialhelfer. Multitalentierte Küchengeräte, Messer oder Tools aus deiner Werkzeugkiste reichen. Bevor du dich ans Zerkleinern machst, musst du ganze Nüsse jedoch erst einmal vorbereiten:
Hast du keinen Nussknacker zur Hand, verwende eine Zange zum Knacken der Schale. Der Kern vieler Nusssorten ist von einem Häutchen umgeben – etwa Mandeln oder Haselnüsse. Diese Haut ist zwar essbar, doch sie schmeckt oft bitter. Du kannst sie mit ein paar Tricks leicht entfernen:

Mandeln kurz in kochendes Wasser legen, anschließend abschrecken und die Haut mit einem Tuch vom Kern rubbeln.

Gib Haselnüsse für rund 10 Minuten ins Backrohr. Dann platzt die Haut von allein auf. Bonuspunkt: Die Nüsse entfalten Röstaromen.

Bei Pistazien kannst du die Haut nach dem Knacken leicht abziehen.

Nüsse elektrisch zerkleinern
Multi-Zerkleinerer sind eine praktische Lösung, vor allem für härtere Nusssorten wie Macadamien oder Haselnüsse. Weiche Sorten wie Pistazien, Pekannüsse oder Mandeln werden in leistungsstarken Küchenmaschinen schnell zu Mus. Das kann aber auch bei härteren Sorten passieren. Stelle den Zerkleinerer deswegen stets pulsweise an. So kannst du den Grad der Zerkleinerung besser kontrollieren.

Elektrische Getreidemühlen eignen sich auch hervorragend für Nüsse. Alternativ kannst du auch Kaffeemühlen mit Schlagmesser verwenden – jedoch keine Mühlen mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk. Die Mühlen haben zwar nur eine geringe Füllmenge, verarbeiten die Nüsse jedoch blitzschnell – besonders zu feinem Nussmehl bzw. Nussmus.

Der Standmixer ist zwar nicht die erste Wahl zum Nüsse zerkleinern, funktioniert aber ebenfalls. Nimm ein Modell mit ordentlich Power und lass den Nüssen im Mixbehälter genug Platz, um durch die Gegend geschleudert zu werden. Stelle auch den Mixer nur pulsweise an, um die Körnung zu regulieren.
Nüsse manuell zerkleinern
Ohne Strom geht’s beim Nüssemahlen oder -hacken auch – oft sogar einfacher und schneller. Bei weichen Nüssen oder Kernen wie Cashews oder Erdnüssen sind die manuellen Methoden meist die beste Wahl. So verhinderst du, dass deine Zutaten zu schnell zu Brei werden. Küchenprofis empfehlen drei Möglichkeiten:
KIMit einem Messer oder Wiegemesser lassen sich weiche Nüsse schnell hacken. Bei einem großen Kochmesser sollte die Spitze nie die Schneidunterlage verlassen. Führe wiegende Bewegungen aus, damit die Nüsse nicht umherspringen – oder setze direkt auf ein Wiegemesser.

Wenn es feiner werden soll, setze auf einen schweren Mörser mit großem Stößel. Mit einer Drehbewegung aus dem Handgelenk bei gleichzeitigem Druck von oben geht die Arbeit schneller von der Hand.
KIProfi-Tipp: Gib die Nüsse in einen Gefrierbeutel, lege diesen flach auf die Arbeitsfläche und schlage mit einem Hammer oder Nudelholz darauf. Um sie noch feiner zu zerkleinern, rollst du danach einfach nochmals mit dem Nudelholz darüber.










