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Hochbeet befüllen und bepflanzen: So geht es

Ein Hochbeet hat viele Vorteile: Es bietet eine angenehme Höhe zum Arbeiten, kann Balkone und Terrassen in wahre Pflanzenparadiese verwandeln und einen Garten mit schlechtem Boden dennoch erblühen lassen. Damit das Hochbeet lange Grund zur Freude gibt, ist es entscheidend, das Hochbeet richtig zu befüllen und anschließend passend zu bepflanzen. Wichtige Tipps zum Aufbau der Schichten und zum Bepflanzen des Hochbeets inklusive Wahl der passenden Blumen, Kräuter und Gemüsesorten gibt es hier.


Inhalt


  1. Warum ist das richtige Befüllen und Bepflanzen des Hochbeets so wichtig?
  2. Wie sieht der Aufbau eines Hochbeets aus?
  3. Womit kann ich mein Hochbeet bepflanzen?
  4. Fragen und Antworten

Warum ist das richtige Befüllen und Bepflanzen des Hochbeets so wichtig?

Das richtige Befüllen eines Hochbeets sorgt für eine hohe Nährstoffkonzentration, die für das Wachstum von Blumen, Kräutern und Gemüse entscheidend ist. Der natürliche Verrottungsprozess in den Schichten liefert die notwendigen Nährstoffe und sorgt dafür, dass auch an Standorten mit schlechtem Boden erfolgreich gepflanzt werden kann.

Wie baue ich ein Hochbeet richtig auf?

Der Aufbau eines Hochbeets erfolgt in mehreren Schichten, die jeweils spezifische Funktionen erfüllen, wie das Bereitstellen von Nährstoffen und Wärme. Ein gut aufgebautes Hochbeet sorgt für bis zu 5 Jahre lang ertragreiche Ernten und gesunde Pflanzen.

Hölzerne Hochbeete mit Salat und Zucchini.

Hochbeet in Schichten befüllen

Ein Hochbeet sollte je nach Anbauwunsch mit 3 bis 5 Schichten befüllt werden. Für Gemüse sind 5 Schichten ideal, um Nährstoffe und Wärme optimal bereitzustellen. Für Kräuter und Blumen sind 3 Schichten ausreichend. Jede Schicht hat eine eigene Funktion, z. B. Durchlüftung oder Nährstoffversorgung. Die Schichten sollten nicht zu dünn ausfallen, damit die Nährstoffdichte lange erhalten bleibt.

Aufbau eines Hochbeets mit 5 Schichten

Grober Gehölzschnitt


  • Durchlüftung, Vermeidung von Staunässe
  • Schichthöhe: 25 bis 30 cm


Feiner Gehölzschnitt oder Rasensode


  • Barrierefunktion, Vermeidung des Durchrutschens der oberen Schichten
  • Schichthöhe: 15 bis 20 cm


Grober Kompost oder Alternativen


  • Wärme, Nährstoffe durch Verrottung
  • Schichthöhe: 20 cm

Verrotteter Kompost


  • Direkte Nährstoffversorgung
  • Schichthöhe: 10 cm

Erde


  • Bepflanzungsschicht
  • Schichthöhe: Resthöhe, mindestens 20 cm


Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wie befülle ich ein Hochbeet?

Eine kleine braune Maus aus der Nähe.

Schritt 1: Anbringen eines Wühlmausgitters

Das Wühlmausgitter gehört vor die eigentlichen Schichten und schützt die Wurzeln, Erde und Pflanzen vor Nagetieren und anderen Eindringlingen.

Haufen von Ästen und Brennholz.

Schritt 2: Holzkernschicht einfüllen

Die Holzkernschicht besteht aus Ästen, Strauchabfällen oder sonstigem Baum- und Heckenschnitt. Ihre lockere Struktur hat mehrere Vorteile:

  • Sie lässt Platz für nützliche Bodenlebewesen.
  • Sie verhindert Staunässe, durch die Wurzelfäule entstehen kann.
  • Sie ermöglicht eine gute Durchlüftung des Hochbeets.

Beim Hochbeet-Befüllen sollte auf Kies verzichtet werden, da er keine Nährstoffe liefert und den Verrottungsprozess stört.

Zerkleinertes Holz und Blätter.

Schritt 3: Zwischenschicht einfüllen

Die zweite Schicht grenzt die Holzkernschicht vom anfänglichen Nährboden ab. Dafür eignen sich gehäckselte Äste, klein geschnittene Heckenabfälle oder geschredderte Staudenreste. Diese Zwischenschicht ist essenziell und sorgt dafür, dass die oberen Schichten nicht nach unten durchrutschen.

Kompost mit Gemüse und Obst.

Schritt 4: Kompost einfüllen

Kompost ist das Herzstück jedes Hochbeets. Im Idealfall hast du sowohl verrotteten Kompost oder Stallmist als auch groben, etwas „frischeren“ Kompost zur Verfügung. Er sorgt du dafür, dass über einen längeren Zeitraum immer genügend Nährstoffe in den Boden freigesetzt werden.

Gartenwerkzeug im Gemüsebeet mit Paprika und anderem Gemüse.

Schritt 5: Erde auffüllen

Die oberste Schicht besteht aus hochwertiger Erde, die du entweder aus deinem eigenen Garten nehmen oder im Fachhandel besorgen kannst. Achte darauf, dass die Erdschicht nicht zu dünn ist – sie sollte mindestens 20 cm stark sein.

Womit kann ich mein Hochbeet bepflanzen?

Dank seiner hohen Nährstoffdichte eignet sich ein Hochbeet für Blumen, Kräuter und Gemüse. Ob für die Bepflanzung Samen oder Jungpflanzen verwendet werden, ist Geschmackssache. Bei Samen gibt es eine größere Auswahl, dafür ist der Aufwand größer – vorgezogene Pflanzen sind schnell gesetzt, dafür teurer in der Anschaffung.

Salat und Kräuter in einem Hochbeet pflanzen.

Worauf muss ich beim Bepflanzen des Hochbeets im ersten und zweiten Jahr achten?

Im ersten Jahr solltest du Starkzehrer wie Tomaten pflanzen, da diese viele Nährstoffe benötigen. In den folgenden Jahren kannst du Mittelzehrer und Schwachzehrer einsetzen, die mit einem geringeren Nährstoffgehalt gut zurechtkommen.

Hochbeet bepflanzen mit Blumen

Wer sein Hochbeet ausschließlich mit Blumen bepflanzen möchte, kann theoretisch auf die Schichtarbeit verzichten und das gesamte Beet mit Blumenerde auffüllen. Dennoch profitieren auch Blumen von der nährstoffreichen Schichterde.


Hochbeet bepflanzen mit Kräutern

Kräuter sind nicht besonders nährstoffhungrig und daher keine Starkzehrer. Sie können von Beginn an ohne Bedenken im Hochbeet platziert werden und mit Gemüse gemischt werden.


Hochbeet bepflanzen mit Gemüse

Wenn das Hochbeet mit Gemüse bepflanzt wird, ist eine gute Mischkultur entscheidend.

Verschiedene Pflanzen haben verschiedene Bedürfnisse und können sich so gegenseitig gut ergänzen. In Mischkulturtabellen ist aufgeführt, welche Sorten sich besonders gut vertragen.

Generell gilt: Je mehr Pflanzen miteinander verwandt sind, desto weniger sind sie für eine Mischkultur geeignet.



Welche Hochbeet-Bepflanzung sieht der Jahresplan vor?

Gerade bei Gemüse kommt es auf den richtigen Zeitpunkt zum Pflanzen an, damit am Ende eine ertragreiche Ernte steht. Diese Bepflanzung wird empfohlen:


  • März: Radieschen, Rucola, Pflücksalat, Spinat, Rettich, Petersilie
  • April: Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Lauch
  • Mai: Vorgezogene Jungpflanzen wie Zucchini, Paprika und Chili
  • Juni/Juli: Brokkoli, Kohlrabi, Karotten
  • August: Radicchio, Endiviensalat
  • September/Oktober: Sellerie, Petersilie, Rucola
  • Dezember: Endiviensalat, Mangold, Spinat

Was muss ich beim Einpflanzen ins Hochbeet beachten?

Salat, Kräuter und Zwiebeln in einem Hochbeet.

Schritt 1: Überblick verschaffen

Verschaffe dir einen Überblick über die Blumen, die dir zur Verfügung stehen. Blumen wie Sonnenblumen pflanzt du beispielsweise am besten in die Mitte des Beets, während kleine Blumen und Hängepflanzen sich gut am Rand machen. Damit dein Hochbeet in voller Pracht erstrahlt, achte darauf, dass die gepflanzten Blumen zeitgleich blühen.

Salat und Erde im Garten.

Schritt 2: Einpflanzen

Wenn du Samen verwendest, lockerst du die Erde mit einem kleinen Rechen auf, verstreust das Saatgut auf dem Boden und drückst es leicht an. Die Erde musst du in der Folge immer feucht halten. Wenn du gekaufte oder selbst vorgezogene Pflanzen einsetzen möchtest, drücke mit der Hand oder einer Blumenkelle kleine Löcher in die Erde, setze die Pflanze hinein und schütte das Loch vorsichtig wieder zu.

Weitere Hochbeet-Fragen

Ein Hochbeet sollte an einem sonnigen oder halbschattigen Platz stehen, je nachdem, welche Pflanzen du anbauen möchtest. Der Untergrund spielt keine Rolle, was Hochbeete ideal für feuchte Ecken oder schwere Böden macht.

Um ein Hochbeet winterfest zu machen, solltest du es von nicht frostfesten Pflanzen befreien und die Erdschicht auflockern. Eine Abdeckung mit Heu oder Dachpappe schützt das Beet vor Frost. Im Winter können winterfeste Kulturen wie Lauch und Spinat weiterhin angebaut werden.

Für ein Hochbeet sollte hochwertige Erde mit guter Nährstoffdichte verwendet werden. Besonders geeignet sind Gartenerde oder spezielle Hochbeet-Erde aus dem Fachhandel. Auch organisch gedüngte Erde aus dem eigenen Garten eignet sich gut.