Das richtige Kreissägeblatt für jede Anwendung
Ein Kreissägeblatt ist ein unverzichtbares Werkzeug, das sowohl in Handkreis- als auch in Standkreissägen verwendet wird. Es kommt zum Zerschneiden von Materialien wie Holz, Metall, Kunststoff und sogar Baustoffen wie Beton und Naturstein zum Einsatz. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, das passende Sägeblatt für die Kreissäge auszuwählen – in diesem Rageber erfährst du alles, was du dazu wissen musst.
Was ist ein Kreissägeblatt?
Ein Kreissägeblatt ist ein rotierendes Werkzeug mit scharfen Schneidezähnen, das in Hand- und Standkreissägen verwendet wird, um präzise durch Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff zu schneiden.
Es gibt zwei Hauptarten von Kreissägeblättern, die sich in ihrer Fertigung und in ihrem Aufbau unterscheiden:
- Einteilige Sägeblätter: Sie sind aus einem Stück Material gefertigt und ideal für schnelle Schnitte in weichen Materialien.
- Verbundkreissägeblätter: Sie bestehen aus einem Metallkern und Schneiden aus einem anderen Material. Diese sind robuster und eignen sich besser für härtere Werkstoffe.

Welche Zahnstellung ist für welches Material ideal?
Die Zahnstellung eines Kreissägeblatts ist entscheidend für die Schnittqualität. Es gibt drei grundlegende Zahnstellungen:
- Negative Zahnstellung: Ideal für sehr harte Materialien wie Edelstahl, da der Trennwinkel im Material sehr flach ist und eine hohe Vorschubkraft erfordert.
- Neutrale Zahnstellung: Geeignet für die meisten Metalle und Leichtmetalle, bietet eine robuste Kante und ist weniger anfällig für Abnutzung.
- Positive Zahnstellung: Perfekt für das Holzsägen, da die Zähne förmlich in das Material beißen und den Schnitt erleichtern.
Um das passende Kreissägeblatt zu finden, sind mehrere Faktoren wichtig, darunter die Zahnanzahl, Schnittbreite und Drehzahl des Blattes.
Zahnanzahl
Je mehr Zähne ein Sägeblatt hat, desto feiner ist die Schnittqualität:
- Bei einer geringen Zahnanzahl (bis zu 36 Zähne) gibt es eine große Spanlücke und die Schnittqualität ist grob und rau. Schnitte sollten am besten längs zur Faser gesetzt werden.
- Bei einer hohen Zahnanzahl (zwischen 36 und 48 Zähnen) erzielen Querschnitte saubere Ergebnisse, bei Längsschnitten verstopfen die Sägeblätter schnell.
- Bei einer sehr hohen Zahnanzahl (60 oder mehr Zähne) ist die Schnittqualität sehr fein, daher werden diese Zahlräder bei dünnen Werkstoffen, beispielsweise Sperrholz, mit langsamer Schnittgeschwindigkeit und mehr Vorschub eingesetzt.
Abhängig vom zu schneidenden Material sind hohe Zahnanzahlen aber nicht generell zu empfehlen. Grundsätzlich sollten beim Schnitt jederzeit mindestens drei Zähne im Material sein, um sauberes Arbeiten zu ermöglichen. Daher ist der Scheibendurchmesser abhängig vom Werkstück und seiner Größe zu wählen.

Wie finde ich das richtige Kreissägeblatt?
Neben der Zahnanzahl sind Zahnart, Schnittbreite und Drehzahl des Blatts wichtig.
Zahnart
Sie ist für die Schnittqualität und die Haltbarkeit des Kreissägeblatts ausschlaggebend. Es gibt verschiedene Zahnarten:
- Die gängigste Zahnform ist der rechteckige Flachzahn, der besonders gut für Längsschnitte in Weich- und Hartholz geeignet ist.
- Wechselzähne haben einen schräg geschliffenen Rücken. Als Universalsägeblätter sind sie vielseitiger, weil sie sich sowohl für Längs- als auch Querschnitte eignen.
- Trapez-Flachzähne sind sehr robust und für harte Werkstoffe geeignet, weil sie besonders unempfindlich gegenüber Fremdkörpern sind.
Schnittbreite
Die Schnittbreite hängt von der Stärke des Sägeblatts und seiner Zahnung ab. Je dünner das Kreissägeblatt, desto niedriger ist die Drehzahl einzustellen. Bei zu hoher Drehzahl und starker Erhitzung besteht erhöhte Unfallgefahr.
Drehzahl
Die Drehzahl entspricht der Schnittgeschwindigkeit – also der Geschwindigkeit, in der sich das Sägeblatt vor und zurück bewegt.
- Als Faustregel gilt: Je größer das Kreissägeblatt, desto geringer ist die Drehzahl einzustellen.
- Auch je nach Material muss die Drehzahl angepasst werden. Holz kann beispielsweise bei bis zu 9.000 Umdrehungen pro Minute gesägt werden, während Kunststoff mit 5.000 Umdrehungen pro Minute besser bearbeitet wird.
Fragen & Antworten zu Sägeblättern
Wie wird ein Kreissägeblatt gewechselt?
Beim Wechseln des Kreissägeblatts musst du zunächst die Stromzufuhr unterbrechen und das Blatt fixieren. Löse anschließend die Befestigungsschraube, setze das neue Sägeblatt in die Kreissäge ein und drehe die Schraube wieder fest. Spezielle Anweisungen findest du in der Betriebsanleitung des jeweiligen Geräts.
Was tun, wenn die Bohrung im Blatt zu groß ist?
Die Standardgröße hat einen Durchmesser von 30 mm. Passt ein Blatt dieser Größe nicht auf die Säge, können sogenannte Reduzierungsringe benutzt werden. Diese verkleinern die Größe der Bohrung und machen das Kreis Sägeblatt kompatibel mit dem Elektrowerkzeug.
Wie erkennt man stumpfe Kreissägeblätter?
Stumpfe Kreissägeblätter schneiden langsamer, verursachen Überhitzung und erzeugen verstärkte Geräusche und Vibrationen. Wenn du letzteres bemerkst, solltest du das Sägeblatt sofort nachschärfen oder ersetzen, denn das Kreissägeblatt kann zerspringen. Sägeblätter können bis zu 10 Mal nachgeschärft werden.






